out-and-about

Unter diesem Titel steht das erste Siegener-Urban-Art Festival, dessen gesamtes Progrmm unter: http://www.urban-art-siegen.de vorgestellt wird.

Künstler der ASK beteiligen sich mit zwei Aktionen an dem Festival.

Farben Sehen

Zeitraum: 1. Juli bis 15. Juli 2020

Ort: Dicker Turm, Fißmer-Anlage und Scheinerplatz

Sabine Helsper-Müller lud alle Passantinnen und Passanten der Siegener Innenstadt vom  01.07. bis 15.07 ein, sich Siegen einmal durch eine Spezialbrille in den städtischen Farben Blau und Orange anzusehen.
Am Scheinerplatz, am Dicken Turm und in der Fißmer-Anlage ware in gekennzeichneten Boxen Einmal-Brillen, mit hochwertigen Farbfilter-Folien in acht Farbnuancen deponiert. Hier konnten sich alle Neugierigen mit einer „Kunst-Brille“ ausrüsten und auf eigene Faust zu Fuß ihre Entdeckungstour durch Siegens Innenstadt unternehmen. Durch den farbig geschärften Blick wurde Bekanntes und Interessantes neu entdeckt.
Dabei traf den die „Entdecker“ auf andere bebrillte Passantinnen und Passanten mit denen sie -in dem gebotenen Mindestabstand ins Gespräch kamen.

 

Kunst-Kosmos

Zeitraum: 21. August bis 06. September 2020

Ort: Scheinerplatz

Verantwortlich: KünstlerInnen der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler (ASK), Idee: Susanne Skalski     

Bereits im Vorfeld der eigentlichen Aktion war schon im Februar 2020 klar, dass sich unsere Künstlergruppe ASK (Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler und Künstlerinnen) daran mit mehreren Events beteiligen wollte.

In welcher Form, wurde letztlich von Kultur Siegen festgelegt.

Unsere Kunst- Kosmos– Aktion wurde im Zuge der Corona- Schwierigkeiten etwas variiert, so wurden nicht die ursprünglich 2,20 x 2 Meter langen Wände des „Spiegelzeltes“ bespielt, sondern die Flächen eines Bauzaunes mit Wänden versehen und somit zu Bildträgern.

Über den Zeitraum vom 21.8. – 6.9. 2020 fertigten fünf der KünstlerInnen aus der ASK unterschiedlichste Kunstwerke, nur auf den etwas größeren Flächen (ca. 3,50 x 2,10 m) der Bauzaunfelder.

Nachdem die Felder geweißt waren, begann am Samstagmorgen, dem 22.8. die Arbeit von Kai-Uwe Körner, Ingo Schultze-Schnabl, Olaf neopan Schwanke und Susanne Skalski, nebst Gast Jutta Fischer.

Ingo Schultze-Schnabl fertigte ein 5tlg. Acrylbild in Grün/Gelb, das in der Thematik mit den organischen Vorgaben der über die gesamte Zeit laufende Publikumsaktion spielte.

Kai-Uwe Körner beschäftigte sich in seinem vor Ort gesprühten Wandbild mit Fledermäusen, in Anspielung an den Ausbruch der Corona- Pandemie, aber auch, weil ihn Fledermäuse immer schon faszinierten.

 

 

 

 

Olaf neopan Schwanke fertigte am ersten Wochenende sein erstes Freestyle- gesprühtes Alerta Antifaschista,

 

 

Susanne Skalski, Ideengeberin und Koordinatorin der Gesamtaktion, sprühte am ersten Tag eine Stencil- Wand mit ihrem eigenen Konterfei in 40facher Ausführung (ein Zitat Andy Warhols Mona-Lisa- Bearbeitung:Thirty are better than one) und setzte das ASK-Logo in Moosgraffiti- Technik um.

 


Anschließend wurden ihre drei Publikums- Wände mit grafischen S/W-Gestaltungsvorlagen versehen und nach Instruktion durch einen einleitenden Text begannen die ersten Passanten mit ihrer Weiterentwicklung.

 

 

 

Als Gast zeigte Jutta Fischer  Cut Outs aus ihrem Leben und dem Leben der Anderen,
geklebt und gesprüht in mehreren Ebenen.

 

 

In der Folgezeit sprühte Olaf N. Schwanke sein zweites politisches Freestyle- Wandbild und sein Praktikant, ein Schüler des Stiftes Keppel, auf einer dritten Wand u.a. poetisch- politische Texte.

 

 

 

In der zweiten Woche wurde dann am Wochenende ein
Stencil- Workshop unter Leitung von Künstlerin Susanne Skalski, angeboten, bei dem kunstinteressierte Passanten ihre Streetart- Fähigkeiten ausprobieren konnten.

 

In den nächsten Tagen wurde auf der Straße eine Cyanotypie hergestellt, in der eine Schülerin als Modell belichtet wurde. Nach Entwicklung des Betttuches, dem Fotopapier, wurde auch dieses dem flanierenden
Publikum präsentiert.

 

 

Über die ganze Zeit hatten Kunstinteressierte die Möglichkeit, sich an dem grafischen S/W- Großbild, der Publikumsaktion, zu beteiligen. Über die Dauer von 16 Tagen entstand ein von allen Zuschauern und Beteiligten in höchsten Tönen gelobtes Gemeinschaftswerk, an dem sich sowohl Einzelpersonen, wie auch eine Schulklasse beteiligten. Insgesamt waren mindestens 50 Personen beteiligt, von den nächtlichen Kuli- und Marker- Schmierereien mal abgesehen.

Trotz vieler Schwierigkeiten, u.a. weil es sich hier ja um das erste derartige Festival in Siegen handelt, ist es der ASK sehr gut gelungen, sich auch der wenig Ausstellungsbetrieb-affinen Siegerländer Bevölkerung vorzustellen.

Stellvertretend für die ASK zeigten die fünf Akteure teils Ungewohntes auf überdimensionierten Flächen. Durchaus eine neue (künstlerische) Herausforderung für alle Beteiligten.

 

In dem ausgelegten Gästebuch nutzten die Passanten die Möglichkeit, diese Kunstaktion zu beurteilen und ihre Kommentare dazu zu hinterlassen:

 

 

 

Auch nach der Aktion auf dem Scheinerplatz sind die Bildtafeln an unterschiedlichen Orten des Siegerlandes weiterhin zu sehen, z.B. im Haus Seel, im Stift Keppel, der Johannlandschule Hainchen und VEB Kaan Marienborn.

Am 18.10 endete das erste Siegener Urban-Art-Festival mit einem Kunstspaziergang, moderiert von Olaf n. Schwanke und einer abschließenden Kunstauktion, deren Erlös für einen guten Zweck gespendet wurde.
Der Abschlussbericht erschien am 20.10.2020 in der Siegener Zeitung, die die gesamte Aktion fortlaufend mit ihren Berichten begleitet hatte.